14. Februar 2018 Keine Kommentare Einfahrten Gartenplanung Gartenwege

Gartenwege selbst anlegen, Tipps und Tricks!

Ein schöner Garten besteht nicht nur aus Pflanzen und Beeten. Gepflasterte Wege geben Ihrem Garten Form und sind ein wichtiges Gestaltungselement. Wenn Sie einen schönen Gartenweg anlegen wollen – etwa zum Gartenhaus oder zum Holzunterstand im Garten, dann müssen Sie einiges dabei beachten. Mit etwas Geschick und unseren Tipps können Sie diese Arbeit gut selbst erledigen.
In Innsbruck und Umgebung sind vor allem auch die Witterungseinflüsse nicht außer Acht zu lassen. 

Designelement Gartenweg

Ob geschwungen oder gerade, ob aus Beton oder Kies: Wege prägen ihren Garten fast so sehr wie die eingesetzten Pflanzen. Es lohnt sich daher bei der Planung der Wege etwas mehr Zeit zu investieren und an Form (gerade oder geschwungen), Material (Pflaster, Kies oder Betonstein) und Wegführung zu denken. Doch damit ein Weg länger hält, ist ein optimaler Unterbau wichtig.

Kein Gartenweg ohne entsprechenden Unterbau

Ein Gartenweg muss vieles aushalten. Eine vollbeladene Schubkarre ebenso wie das Gewicht einer ganzen Partygesellschaft im Sommer. Damit Ihr Gartenweg nach Jahren weiterhin eben bleibt und damit der Frost nichts anhaben kann, muss der Unterbau richtig vorgenommen werden. Zu diesem Zweck muss der Unterbau über eine angemessene Dicke verfügen. Der Unterbau wird mit Sand, Kies und Schotter angefertigt. Die Tiefe des Unterbaus hängt von den klimatischen und vor allem von den regionalen Gegebenheiten in Innsbruck ab. Der Unterbau sollte tiefer sein, je kälter es wird.
In der Regel wird eine 15 cm dicke Schicht Schotter ausgebraucht, dies reicht bei leichten Belastungen wie einer vollen Scheibtruhe. Wird der Weg stärker belastet, dann wird die Schicht auf 20 cm erhöht.

Kies und Splitt im Garten

Wenn Sie einen Gartenweg aus Kies oder Splitt anlegen wollen, dann müssen Sie ebenso für den richtigen Unterbau sorgen. 10-15 cm eines verdichteten Mineralgemisches verhindert nicht nur, dass sich Splitt und Kies mit dem Boden vermischen, sondern es hält auch Unkraut zurück. Wenn Sie zusätzlich noch ein wasserdurchlässiges Unkrautvlies anbringen, können Sie dies noch unterstützen. Als Oberfläche reichen 5 cm Kies oder Splitt. Grobkörniger Splitt ist fester als rundkörniger Kies, da beim Splitt sich die Steinchen verkanten und daher weniger nachgeben. Eine Randbegrenzung aus Betonsteinen oder Metallkanten verhindert, dass sich der Kies in den Rasen verirrt und trennt die Flächen sauber ab. Für Wege auf Spielplätzen eignet sich Rindenmulch sehr gut, hier Verletzungen vermieden werden können. Eine 20 cm Untergrundschicht aus Füllsand sorgt dafür, dass der Mulch nach Regenfällen schneller wieder auftrocknet.

Motive des Pflasters

Je nach Größe, Form und Farbe können die Pflastersteine zu sehr schönen Motiven ausgelegt werden. Die Schuppenform wird häufig bei größeren Flächen angewendet und kommt bei der Verwendung von zwei verschiedenfarbigen Steinen besonders zur Geltung. Einen Weg oder eine Einfahrt können Sie einfach pflastern, indem sie Pflasterstein an Pflasterstein, Betonstein an Betonstein reihen. Das Ergebnis ist schlicht und einfach. Profis haben aber noch andere Verlegeformen auf Lager: eine diagonale Pflasterung ergibt schon eine ganz andere Optik. Der Segmentbogen eignet sich besonders für Garageneinfahrten, da er am widerständigsten ist. Unregelmäßig wiederholende Muster, wie der römische oder wilde Verband, bringen Struktur in ihren Gartenweg.

Auf die Materialauswahl der Pflastersteine achten

Bevor es mit dem Anlegen der Gartenwege losgehen kann, müssen Sie sich mit der gewünschten Art und dem Material der Pflastersteine auseinandersetzen. Auch das Material spielt für die Optik eine Rolle. Viele verschiedene Natursteine stehen hier zur Auswahl: Von verschiedenen Travertin- und Edeltravertinsorten über Hartkalkstein und Sandstein bis hin zu Gneis, Granit oder Kristallmarmor.
Auch Betonsteine sind mittlerweile so gestaltet, dass sie sehr natürlich wirken. Nicht nur die Ästhetik spielt hier eine Rolle. Wenn die zukünftigen Gartenwege von einem Kraftfahrzeug befahren werden sollen, dann dürfen die verlegten Pflastersteine nicht die vorgeschriebene Mindeststärke unterschreiten. Hier kommt der Fachmann ins Spiel und Sie sollten sich auf jeden Fall fachmännischen Rat einholen.

Auf das Verlegemuster achten

Vor dem Kauf der Pflastersteine, mit denen Sie den Gartenweg anlegen wollen, sollten Sie sich Gedanken über das Verlegemuster machen, z. B. ob es in einer funktionalen oder in einer einfachen Verlegung sein sollte? Darüber hinaus können Sie sich zwischen Fischgrät-Muster oder einem Reihenverband entscheiden, denn Verlegemuster verleihen den Gartenwegen und der Fläche selbst gestalterische Akzente. Hierbei spielen natürlich auch die Farbe der Pflastersteine und ihre Struktur eine entscheidende Rolle.

Auf ökologischen Aspekt Rücksicht nehmen

Egal ob Sie einen Gartenweg im Stadthäuschen oder im Landhaus im Grünen anlegen – Sie sollten auch beim Gartenweg auf die Verminderung der Abwassergebühren achten. Daher sollten Sie Ihren Gartenweg ökologisch anlegen und gestalten. Zu diesem Zweck eignen sich sogenannte Öko-Drainage- oder Sickerpflaster. Aufgrund der Tatsache, dass diese ökologisch ausgelegten Pflaster wasserdurchlässig sind, können sie der zunehmenden Flächenversiegelung entgegenwirken.

Fazit: Um einen Gartenweg in den Tiroler Alpen  richtig anzulegen und damit Sie auch nach Jahren zufrieden sind, sollten also einige wichtige Dinge in Betracht gezogen werden. Ein fachmännisches Anlegen der Gartenwege bedarf einer genauen Berechnung des benötigten Materials und einer sorgfältigen Vorbereitung. Vor allem ein kurviger Verlauf der Gartenwege kann für Schwierigkeiten bei der Berechnung des Materials sorgen. Daher ist es immer auch wichtig, sich fachmännischen Rat zu einholen!

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