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23. April 2019 Kerstin Keine Kommentare Garten Rasen

Rollrasen verlegen – Schritt für Schritt

Rollrasen zu verpflegen ist nicht wirklich kompliziert. Das Projekt sollte aber auch nicht unterschätzt werden, da die Vorbereitung recht anstrengend sein kann. Aber gerade diese Arbeiten sind enorm wichtig, damit der Rollrasen richtig schön grün und vor allem gesund bleibt.

Den richtigen Zeitpunkt zum Verlegen des Rollrasens gibt es nicht. Wichtig ist, dass es frostfrei sein sollte.  Also kann der Rollrasen je nach Region und Wetterlage frühestens im März, spätestens im November verlegt werden. Für das Tiroler Oberland bedeutet das: Im Frühjahr ist das Wetter im Alpenbereich oft launisch und unberechenbar. Im März fallen die Temperaturen in den Tälern nachts auf oder knapp unter den Gefrierpunkt. Tagsüber werden 10 Grad erreicht. Zu kalt für ein erfolgreiches Anwachsen von Rollrasen. Da Kälteeinbrüche im Frühjahr keine Seltenheit sind, sollte dieses Vorhaben eher in den April verschoben werden.

Auflockern des Bodens

Umgraben ist anstrengend, aber dringend nötig, wenn man Rollrasen verlegen möchte.

Der erste Schritt um Rollrasen zu verlegen: Auflockern des Boden. Bild: Pixabay

Zunächst wird der Boden gelockert. Das passiert entweder mit einer Frese oder mit einem Spaten. Letzteres ist bei großen Flächen oder zu hartem Boden eine ganz schöne Plackerei. Anschließend werden alle groben Objekte wie Steine oder große Wurzeln aus dem Boden entfernt. Schließlich soll der Rasen keine Buckelpiste werden, sondern schön glatt im Garten liegen.

Boden mit Rasenwalze verdichten

Um den Boden zu verdichten, wird die Fläche nur mit einer Rasenwalze angewalzt – einmal längs und einmal quer. Es gibt Rasenwalzen, die mit Wasser gefüllt werden. Diese sind leicht zu transportieren und bekommen erst durch die Füllung vor Ort das nötige Gewicht.

Die verdichtete Fläche wird nun noch einmal mit einem Rechen gelockert. So entsteht das sogenannte Feinplanum. Für die spätere Optik ist das ein besonders wichtiger Schritt. Alle Unebenheiten und Buckel im Feinplanum bilden sich sonst später im Rasen ab.

Boden sollte feucht und gedüngt sein

Das Wetter ist beim Verlegen von Rollrasen ein wichtiger Faktor. Der Boden darf nicht matschig sein, aber auch nicht zu trocken, sonst geht der Rasen ein. An heißen Tagen sollte die Fläche also einige Stunden vor dem Verlegen gut gewässert sein, sodass sie leicht feucht ist, aber keine Pfützen darauf stehen.

Vor dem Verlegen wird die Fläche gedüngt, damit der Rasen von Anfang an mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Hierfür sollten etwa 30 Gramm Dünger pro Quadratmeter ausgestreut werden. Das ist in etwa eine Hand voll.

Das Ausrollen kann beginnen

Nun kann der grüne Teppich ausgerollt werden. Wichtig ist, dass die Nahtstellen eng aneinander liegen, damit der Rasen hier nicht austrocknet. Wenn von einer Rolle am Ende noch etwas übrig ist, wird es mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Mit dem Reststück wird dann eine neue Bahn begonnen. Das spart Material. Es stellt zudem sicher, dass die Rollen im Versatz liegen und keine Kreuzfugen entstehen. So wächst der Rasen besser an.

Die Fläche, auf die der Rollrasen gelegt wird, sollte zwei Zentimeter unterhalb von Mähkanten oder Terrasseneinfassungen liegen, weil der Rollrasen selbst etwa zwei Zentimeter stark ist. So wird am Ende ein bündiger Abschluss erreicht.

Wenn noch kleine Ecken ausgefüllt werden müssen, sollte darauf geachtet werden, dass die Rasenstücke nicht zu klein werden. Je kleiner das Rasenstück, desto höher das Risiko, dass es nicht anwächst. Deshalb lieber ein größeres Stück hinlegen, drum herum ausschneiden und dieses einpassen.

Rollrasen mehrmals täglich kräftig wässern

Wenn alle Arbeitsschritte erledigt sind, wird der Rasen nach ca. 4 Wochen für den Normalgebrauch belastbar sein. Bild: Hussl

Um die frisch verlegten Rasenrollen und die feinplanierte Fläche nicht zu beschädigen, sollten Trittblätter ausgelegt werden. Die verteilen den Druck beim Laufen gleichmäßig und es kommt zu keinen unerwünschten Kuhlen.

Zum Schluss den Rasen noch einmal abwalzen, um einen guten Bodenschluss – also eine feste Verbindung zwischen Rasen und Erdreich – herzustellen. Den Rasen nun zwei Wochen lang nicht betreten und täglich mindestens drei bis vier Mal täglich kräftig wässern. Danach sollte das Gras angewachsen sein und die Bewässerung kann nun auf ein Normalmaß reduziert werden. Nach ca. vier Wochen ist die Grünfläche voll belastbar.

 

 

 

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