Wie bringe ich im Winter Farbe in meinen Garten?

In den grauen Wintermonaten freut sich das Auge über jeden noch so kleinen Farbtupfer im Garten. Wer daran bereits vor dem Pflanzen von Sträuchern und Bäumen gedacht hat, kann sich jetzt bequem zurücklehnen und den Blick aus dem Fenster genießen.

HagebutteHagebuttenstrauch im Winter

Intensive Rinden-Farben

Unterschiedliche Rindenfärbungen können in Ihrem (Winter)Garten – zusätzlich zu Winterblühern oder Sträuchern – für willkommene Abwechslung sorgen.
Besonders „ergiebig“ sind Weidenarten, die von Schwarz über Braunrot bis hin zu Gelb und Orange fast alle Farbschattierungen abdecken. Auch Hartriegel verfügt über eine abwechslungsreiche Farbpalette: Seine Rinde ist rot, gelb, orange oder sogar purpur gefärbt. Dazwischen machen sich Ranunkelsträucher (grüne Rinde) oder Birke (weiße Rinde) gut als einfarbige Koloritspender. Auch Kardengewächse passen prächtig in eine Winterlandschaft. Die Weberkarde ist eine wintergrüne Staude, die lanzettliche Blätter in einem ansehnlichen Grünbraun trägt.
Als aufrecht wachsende Staude erreicht die Weberkarde (Dipsacus sativus) Größen bis zu 2 m und wird etwa 1 m breit.

     Roter Hartriegelstrauch

Roter Hartriegelstrauch

Kardengewaechse                                                                                                     Kardengewächse

 

Blütenpracht den ganzen Winter

Winterblüher bringen Farbe in die Wintertristesse Ihres Gartens. Das öde Grau wird durch die verschiedensten Farbakzente aufgelockert. Die Königin der Winterblüher ist die Zaubernuss. Mitten im Winter entwickeln sich die schmalen und etwas gedrehten gelben oder roten Blütenblätter. Der langsam wachsende, majestätische Strauch mit der trichterförmigen Krone öffnet seine Blüten je nach Art, Sorte und Witterung zwischen November und Februar.

Zaubernuss

 

Zu Empfehlen ist natürlich auch der Winterschneeball. Er wird auch Duftschneeball genannt und zeigt seine rosafarbenen, bis weißen, duftende Blüten bereits im November. Der Strauch kann bis zu 3 Meter hoch werden.

 

Den Winter-Jasmin trifft man im Winter am häufigsten in den Tiroler Gärten an. Seine gelben, duftenden Blüten öffnen sich oft schon im Dezember und blühen meist mehrere Monate. Der Beste Standort für den Winter-Jasmin ist eine Mauer an der er hochwachsen kann.

 

 

Schneekirschen wachsen als Baum oder als Strauch, sie bevorzugen einen sonnigen Standort und blühen bei milder Witterung bereits ab November. Es gibt sie  weiss – oder rosa – blühend. Die Pflanze kann bis zu 5 Meter hoch werden.

Winter-Kirsche

 

Stauden richtig überwintern

Stauden sind winterharte Pflanzen wie Bäume und Sträucher auch. Allerdings verholzen ihre oberirdischen Teile nicht, sondern sterben im Winter ab. Die Wurzel allerdings überdauert die kalte Jahreszeit, sodass die Staude im nächsten Frühjahr erneut austreibt, blüht und Samen trägt. Viele Gärtnerinnen und Gärtner erfreuen sich zwar an den schönen Blütenfarben und -formen im Sommer, wissen aber nicht, dass sie sich an Stauden auch im Winter erfreuen können: Die Samenstände von Sonnenhut, Königskerze, Astern & Co. sind nämlich äußerst dekorativ und schmücken nicht nur den Garten, sondern auch die Innenräume.

Garten im Winter

Um die Wurzel in den kalten Wintermonaten zu schützen, sollten Sie abgestorbene Pflanzenteile erst im zeitigen Frühjahr zurückschneiden. Dann haben sie ihren Zweck erfüllt und die Staude kann unbeschadet mit dem Austreiben beginnen.

 

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