Großer Garten planen in Tirol: 1.000 m² Platz für alles

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„Wir haben 1.200 Quadratmeter Garten und absolut keine Ahnung, wo wir anfangen sollen.“ Als uns Familie Gruber aus Wörgl anrief, klang Frau Gruber ein wenig überwältigt. Das Grundstück hatten sie gerade erst mit dem Neubau übernommen: eine riesige, leere Fläche, ohne jeden Baum, ohne Struktur, nur Erde.

Viele Hausbesitzer nehmen an, ein großer Garten sei einfacher zu planen als ein kleiner, weil ja so viel Platz für jeden Wunsch da ist. In einen großen Garten kann ich ja alles “reinpacken”. Viel Platz für alles. In der Praxis ist das Gegenteil der Fall. Mit jedem Quadratmeter mehr wachsen die Entscheidungen und Ideen, die einzeln gut klingen, kommen sich auf der Fläche gegenseitig in die Quere.

Wer bei Hussl in St. Gertraudi im Alpbachtal für eine Gartenplanung anruft, spricht mit Bauleiter Sepp Bestebner, einem Hussl-Urgestein, oder mit den Chefs Barbara und Peter Hussl persönlich. Unser Familienbetrieb plant und baut Gärten in ganz Tirol seit 1975. Im September 2025 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert; aus dem Zwei-Personen-Betrieb sind in der Zwischenzeit rund vierzig Mitarbeiter geworden, mit eigener Bauleitung für Gartengestaltung und Pflasterung.

Die häufigsten Stolperfallen großer Gärten

Ein großer Garten ist schwerer zu planen als ein kleiner, nicht leichter. Mit der Fläche wächst die Zahl der Entscheidungen, und ein Fehler an einer Stelle wirkt sich meist auf die nächsten zwei aus. In 50 Jahren Gartenbau in Tirol sind uns vier Muster immer wieder begegnet, egal ob im Inntal, im Brixental oder im Alpbachtal.

  • Zonierung fehlt: Beete, Rasen, Teich und Sitzplatz stehen ohne Bezug zueinander, der Garten wirkt zusammengewürfelt.
  • Wege und Sichtachsen passen nicht: Vom Sitzplatz zeigt der Blick auf den Geräteschuppen statt auf den schönsten Punkt der Parzelle.
  • Pflegeaufwand wird unterschätzt: Eine große Fläche mit gemischten Stauden, Rasen und Hecken kostet bei klassischer Bepflanzung mehrere Stunden pro Woche in der Saison.
  • Geld wird an den falschen Stellen investiert: Hochwertiger Sichtschutz neben kaum genutzten Ecken, billiges Pflaster auf der Hauptzufahrt, das im ersten Winter absackt.

Familie Gruber hatte sich zunächst selbst an einem Plan versucht. Auf Millimeterpapier, am Küchentisch, an einem Januarabend. „Sieben verschiedene Versionen hab ich gezeichnet“, sagte Herr Gruber schmunzelnd. „Bei jeder waren wir uneinig, ob der Teich links oder rechts vom Obstgarten kommt und was überhaupt wohin soll.“

Gartenplanung Schritt für Schritt: Die vier Zonen

Am Anfang steht immer eine einzige Frage: Wie wollt ihr euren Garten eigentlich nutzen? Ein großes Grundstück ist kein einheitlicher Raum, sondern eine Sammlung von Bereichen mit jeweils eigener Funktion. In der Praxis arbeiten wir mit vier Zonen, die sich gegenseitig ergänzen statt zu stören.

Aufenthaltszone: Das tägliche Wohnzimmer im Freien
Die Aufenthaltszone planen wir zuerst, weil sie die Sichtachsen des gesamten Gartens vorgibt. Terrasse, Essbereich, Pergola und Feuerstelle sind die Orte, von denen aus der Garten täglich gesehen wird. Was hier nicht stimmt, fällt jeden Sommerabend auf.

Spielzone: Zusammenhängende Fläche mit Blickkontakt
Bei Familien mit Kindern im Schulalter kommt die Spielzone als zweites Element dazu, mit einer zusammenhängenden Rasenfläche und Sichtkontakt zwischen Terrasse und Spielbereich. Stützmauern und tiefe Wasserflächen gehören räumlich vom Spielfeld getrennt.

Hussl Gartentipps Zonierung großer Garten Tirol

Nutzgarten: Sonne ist die Bedingung
Der Nutzgarten setzt eine Bedingung voraus, die viele unterschätzen: ausreichend direkte Sonne im Sommer, mindestens etwa sechs Stunden täglich. Im Halbschatten bleibt der Ertrag bei Tomaten, Paprika und Beeren unter dem Aufwand. Wer Hochbeete und Obstbäume integrieren möchte, plant sie konsequent in der Mittagssonne, nicht in der Restfläche neben dem Geräteschuppen.

Ruhe- und Naturzone: Maximaler Effekt, minimale Pflege
Die Ruhe- und Naturzone ist der Bereich, der gerade auf großen Grundstücken oft den größten Effekt erzeugt und gleichzeitig am wenigsten Pflege verlangt. Wildblumenwiese, Gehölzpflanzung und ein kleiner Teich bringen Schmetterlinge, Wildbienen und Singvögel ins Grundstück und brauchen nach dem Anwachsen kaum Eingriffe. Eine Blumenwiese ersetzt regelmäßiges Mähen durch zwei Mähtermine pro Jahr.

Alles aus einer Hand: Das sind die Vorteile bei Hussl
Was Großgärten bei uns einfacher macht: Gartengestaltung, Pflasterung und Dachbegrünung kommen aus einer Hand. Wenn auf einem großen Grundstück Hauptzufahrt, Terrassenplatten, Trockenmauern, Bepflanzung und ein begrüntes Carportdach geplant sind, ist das bei Hussl ein Bauauftrag mit einer Bauleitung. Wer bei uns plant, spricht mit dem Bauleiter persönlich vor Ort, vom ersten Aufmaß bis zur Endabnahme.

Das musst du bei der Gartenplanung im großen Garten beachten: 

Boden, Gefälle und Sonnenstand in Tirol

Wer in Tirol einen Garten anlegt, hat selten eine ebene, unkomplizierte Fläche. Das Inntal hat lehmige Böden mit eingeschränkter Versickerung, an Flussläufen liegen saisonale Überflutungszonen, und Hanggrundstücke in Mittel- und Hochlagen brauchen Drainagen oder Stützelemente. Im Alpbachtal kommen Schneelagen und Setzungsverhalten nach Neubaubaggern dazu, im Tiroler Oberland und in Föhntälern reißt der Wind empfindliche Stauden aus dem Boden.

Bevor wir mit der Arbeit am Grundstück starten, klären wir drei Punkte:

Wasser muss vom Haus weg laufen
Das Gelände muss so geformt sein, dass Regen vom Haus weg läuft, nicht darauf zu. Andernfalls drohen Kellerfeuchte und Frostschäden an der Hausanschlussecke. Wir nehmen vorab die Höhenlinie an der Hauskante, der Terrasse und der Grundstücksgrenze auf.

Sonnenverlauf über das Jahr
Ein Sonnenstandsprotokoll für den Hochsommer und den Hochwinter zeigt, welche Bereiche im Sommer ganztags besonnt sind und welche im Winter im Schlagschatten benachbarter Bäume liegen. Daraus ergibt sich, wo Sitzplatz, Nutzgarten und Frühblüher hin müssen.

Wind in Hang- und Höhenlagen
In Lagen über etwa achthundert Metern Seehöhe oder auf exponierten Hängen schränkt Wind die Pflanzenwahl auf windfeste Arten wie Hainbuche, Felsenbirne und Eberesche ein. Empfindliche Stauden, Bambus oder Zierbananen scheiden in Föhntälern und auf Mittelgebirgsterrassen aus.

Bei Familie Gruber stellte sich in der Analyse heraus, dass das Grundstück im hinteren Bereich leicht abfiel, genau dort, wo sie den Teich geplant hatten. Eine Verlegung um wenige Meter und eine kleine Geländemodellierung ersparten ihnen eine aufwändige Stützmauer und vereinfachten den ganzen Bauablauf.

Großer Garten – großer Aufwand?

Die häufigste Fehleinschätzung bei großen Gärten ist der eigene Pflegeaufwand. Ein üppig bepflanzter Garten in klassischer Sommerflor-Optik kostet in der Saison mehrere Stunden pro Woche. Das ist ein Zeitbudget, das viele nach dem Enthusiasmus nach dem ersten Jahr nicht mehr aufbringen. Pflegearmes Bepflanzungskonzept beim großen Garten planen heißt: weniger Einjährige, mehr Stauden und Gehölze, klare Aufgabenverteilung zwischen den Pflanzgruppen.

Ein Beispiel aus dem Brixental: Eine Familie wollte zum Einzug einen klassischen englischen Rasen auf 800 m². Nach dem ersten Sommer kam der Anruf: zweimal die Woche mähen, dazu wässern und düngen, das frisst den ganzen Samstag. Wir haben die Hälfte der Rasenfläche in eine Blumenwiese umgewandelt. Heute mäht der Sohn zweimal pro Saison, der Rest blüht von Mai bis September.

Wer den Schritt von der klassischen Rasenfläche zur Blumenwiese tatsächlich gehen will, findet bei uns die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Blumenwiese-Rollrasen mit einem konkreten Tiroler Beispielprojekt.

Wege, Mauern, Einfassungen: Das Gerüst des Gartens

Ein großer Garten braucht bauliche Struktur, sonst wirkt er unfertig, auch mit hohem Budget. Vier Elemente tragen diese Struktur, und sie gehören in den Plan, bevor die erste Pflanze gesetzt wird.

Wege und Pfade
Wege und Pfade leiten den Blick und verbinden die Zonen. Hauptzufahrten gehören auf einen fachgerecht verdichteten Frostschutzschotter und werden mit Verbundpflaster oder Naturstein in befahrbarer Stärke ausgeführt. Nebenwege im Garten lassen sich leichter in Splittlage mit Trittsteinen anlegen.

Wie der Unterbau einer Einfahrt tatsächlich aufgebaut ist, beschreibt unser Bauleiter Peter Hussl gemeinsam mit einem Kunden in „Pflastern mit Betonsteinen leicht gemacht? Michaels Erfahrung“. Wer einmal weiß, was eine Tragschicht ist, plant Einfahrten anders.

Mauern und Einfassungen
Mauern und Einfassungen überbrücken Höhenunterschiede und gliedern die Fläche. Bei Hanggrundstücken sind sie häufig nicht zu vermeiden. Auf flachen Grundstücken genügen niedrige Einfassungen aus Cortenstahl oder Granitleisten, um Beete sauber gegen Rasen abzugrenzen.

Bei einem Projekt bei Kufstein war ursprünglich teuer importierter Travertin geplant. Vor Ort beim Aufmaß haben wir vorgeschlagen, stattdessen mit Tiroler Quarzitplatten zu arbeiten. Drei Jahre später passt der Boden zu den Steinen am Berg, nicht zu einem mediterranen Innenhof. Und die Eigentümer berichten, der Stein zeigt selbst nach den ersten Wintern keinen Frostschaden.

Wir greifen bei Mauern und Strukturelementen bewusst die Tiroler Bergwelt auf. Siehe dazu unseren Beitrag „Gartengestaltung mit Steinen, inspiriert durch Tirols Berge“. Stein, der zum Standort gehört, altert besser als importierte Optik.

Hecken und Pergolen als Raumteiler
Hecken, Holzelemente und Pergolen unterteilen den Garten in Räume. Eine Hainbuchenhecke braucht mehrere Jahre bis zur Blickdichte und Pflege zweimal pro Jahr. Wer schneller Sichtschutz braucht, kombiniert die Hecke mit einer Pergola oder einem Rankgerüst.

Beleuchtung von Anfang an mitdenken
Gartenbeleuchtung wird oft zu spät eingeplant. Die Stromleitungen gehören in den Plan, bevor das erste Pflaster liegt. Eine Nachrüstung im fertigen Garten kostet ein Vielfaches an Arbeitszeit und an aufgegrabener Fläche.

Bei einem Garten im Inntal wurde die Beleuchtung erst geplant, als Terrasse und Wege schon fertig waren. Die Leerverrohrung musste nachträglich unter dem Pflaster durchgeführt werden, drei Wochen mehr Bauzeit und ein zusätzlicher Kostenpunkt, der durch fünf Minuten Mitdenken im Erstgespräch vermeidbar gewesen wäre.

Was ein großer Garten in Tirol kostet

Die Kosten hängen von Größe, Topografie, Materialwahl und Leistungsumfang ab. Ein eingewachsener Hanggarten mit Naturpool, Stützmauern und schwerer Zufahrt rechnet sich anders als ein ebenes Grundstück im Inntal mit einfacher Bepflanzung.

Wir kommen vor Ort vorbei, schauen uns das Grundstück gemeinsam mit den Hausbesitzern an und klären Boden, Gefälle, Zufahrt, Nachbarschaft und Pflegeanspruch. Das Erstgespräch ist persönlich mit dem Bauleiter vor Ort, nicht am Telefon. Auf dieser Basis erstellen wir einen Vorschlag, der zum Budget und zum gewünschten Endbild passt. Das Erstgespräch ist bei Hussl unverbindlich.

Hussl ist Mitglied im Verband Quality Gardens, der Ausführungs- und Beratungsstandards für Gartengestalter definiert. Für Großprojekte mit längerer Bauzeit gibt das eine zusätzliche Absicherung über die einzelnen Bauphasen hinweg.

Vom großen Garten zur gemütlichen Wohlfühl-Oase

Ein großer Garten verzeiht wenig. Wer die Drainage falsch plant, Zonen ohne Rücksicht auf Sonnen- und Windverlauf anlegt oder bauliche Strukturen erst nachträglich nachzieht, steht nach Jahren vor Nachbesserungen, die einen erheblichen Teil der ursprünglichen Investition wieder kosten. Bei Hussl arbeiten wir Zonierung, Bodenanalyse, Bepflanzung und Strukturelemente in einem zusammenhängenden Plan ab, bevor der Bagger anrollt.

Seit 1975 plant und baut Hussl Gärten in Tirol. Geführt wird der Familienbetrieb von Barbara und Peter Hussl, der Sitz ist in Reith im Alpbachtal, das Einsatzgebiet reicht von Kufstein bis ins Tiroler Oberland. Gartengestaltung, Pflasterung und Dachbegrünung kommen aus dem eigenen Haus, mit rund vierzig Mitarbeitern und eigener Bauleitung.

Du hast ein großes Tiroler Grundstück und weißt noch nicht, wo du anfangen sollst? Ruf uns einfach an. Wir schauen uns das gemeinsam an, unverbindlich, ohne Druck.

Inspiration sammeln:  Auf unserer Website findet ihr Beispiele und Referenzbilder zur Gartengestaltung und weitere Informationen.   

Lust auf noch mehr Ideen? Auf Pinterest findest du weitere Inspirationen, wie ein großer Garten gestaltet werden kann. 

FAQ: Häufige Fragen zur Gartenplanung von großen Gärten in Tirol

1. Was kostet die Planung eines großen Gartens in Tirol? 
Die Planungskosten richten sich nach Grundstücksgröße, Hanglage, Detailierungsgrad und gewünschten Sonderelementen. Wir nennen die Spanne für das konkrete Grundstück nach einem Vor-Ort-Termin mit unserem Bauleiter. Wer an der Planung spart, zahlt später häufig mehr für Korrekturen. 

2. Kann man einen großen Garten in Etappen bauen?
Ja, das ist ein häufiger Weg. Voraussetzung: Der Gesamtplan steht von Beginn an. So passen spätere Bauabschnitte, etwa ein Teich im zweiten Jahr oder eine Pergola im dritten, nahtlos zum Gesamtkonzept und es entsteht kein Stückwerk. 

3. Wie viel Pflege braucht ein großer Garten?
Das hängt vom Bepflanzungskonzept ab. Pflegearme Gärten mit Stauden, Blumenwiesen und Bodendeckern brauchen pro Woche in der Saison nur wenig Zeit, klassische Gärten mit Rasen, Sommerblumen und geschnittenen Hecken deutlich mehr. Wer realistisch einschätzt, wie viel Zeit fürs Gärtnern bleiben soll, bekommt von uns einen Plan, der dazu passt. 

4. Kann ein Teich in einen großen Tiroler Garten integriert werden?
Ja, wir planen Teiche regelmäßig in Großgärten ein. Wichtig sind die richtige Lage (Morgensonne, Windschutz), der Abstand zu Laubbäumen und die statische Vorbereitung des Untergrunds bei Folien- und Naturteichen.

5. Welche Abstandsregeln gelten in Tirol für Hecken und Einfriedungen?
Die Tiroler Bauordnung und die jeweilige Gemeindebauordnung regeln Höhe und Grenzabstand. Die genauen Werte unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Wir prüfen die Vorgaben für das konkrete Grundstück bei der zuständigen Baubehörde, bevor die Hecke gepflanzt wird. 

6. Kann ein bestehender Garten nachträglich neu strukturiert werden?
Ja, das ist ein häufiger Auftragstyp. Wir prüfen, welche Bestandselemente erhaltenswert sind, etwa etablierte Bäume, gewachsene Sträucher oder vorhandene Trockenmauern, und entwickeln darauf aufbauend ein neues Gesamtkonzept. In vielen Fällen reichen gezielte Eingriffe statt komplettem Neubau. 

7. Wie lange hält eine professionell angelegte Gartenstruktur?
Bauliche Elemente wie Natursteinmauern, Pflasterwege und Drainagen halten bei fachgerechter Ausführung über Jahrzehnte, oft länger als das selbst. Gehölze und Sträucher entwickeln sich über mehrere Jahre zu ihrer vollen Größe. Stauden und Einjährige sind die dynamischen Bestandteile und werden bewusst nachgesteuert.

8. Wer plant und baut den Garten konkret?
Der Familienbetrieb Hussl wird seit 1975 von Barbara und Peter Hussl geführt, mit Sitz in St. Gertraudi im Alpachtal und rund vierzig Mitarbeitern. Bauleiter Sepp Bestebner und Jonas Bucka verantworten die Gartenprojekte vor Ort, vom ersten Vermessungstermin bis zur Endabnahme.